Fachsektion Integrative Gestalttherapie mit
Im Upgrading 3 werden die Lehrveranstaltungen wieder das Thema
Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie zum Inhalt haben und an der
Donau-Universität Krems (DUK) stattfinden. 3 Lehrveranstaltungen (60
UE) werden von Frau Prof. Dr. Nitza Katz-Bernstein geleitet. Sie hat
beim Upgrading 2 begeisterte Feedbacks bekommen und kann wirklich
zaubern. Außerdem ist sie theoretisch perfekt fundiert.
Der Start ist für das WS 2010 geplant und wird beim Erreichen der
MindestteilnehmerInnenanzahl von 12 Personen erfolgen.
Der Lehrgang kann in drei Semestern mit dem Masterdegree abgeschlossen
werden.
Das Upgrading bietet Austausch und Kontakt mit interessierten Studierenden und einer ausgezeichneten, erfahrenen Vortragenden. Dieses Weiterbildungsangebot richtet sich vor allem an Graduierte, die mit Kinder und Jugendlichen arbeiten oder sich auf diesem Gebiet weiterbilden wollen und an einem (zusätzlichen) akademischen Grad interessiert sind.
Das Department für Psychosoziale Medizin und Psychotherapie unterstützt die Studierenden beim Erarbeiten der Masterthesen mit 2 zusätzlichen Angeboten. Sobald das Thema der Master Thesis einer/m Studierenden bekannt ist und von der Lehrgangsleitung genehmigt wurde, kann sie/er kostenlos die einmal pro Semester angebotene Lehrveranstaltung „Wissenschaftliches Arbeiten“ besuchen. In weiterer Folge kann in der „“Forschungs- und Projektwerkstatt“ das Angebot bezüglich der Unterstützung bei der Erstellung der Master Thesis in Anspruch genommen werden.
Die Anmelderichtlinien und die Termine finden Sie auf folgender Homepageseite: www.donau-uni.ac.at/psymed/wa
In den 10 Stunden wissenschaftliches Arbeiten mit Herrn Dr. Helmut Michael Jedliczka können die Studierenden dann der Master Thesis noch den letzten Schliff verleihen.
Anmeldungen sind ab sofort bei Hilde Heinl möglich: . Die Bewerbungsunterlagen für einen Studienplatz werden per Mail zugeschickt.
Voraussetzung für das Upgrading ist die Eintragung in die Psychotherapeutenliste, eine Studienberechtigung und die Mitgliedschaft im ÖAGG in der Fachsektion IG.
Die Kosten für das Upgrading betragen EUR 4.500,00. Darin sind neben den 70 UE verpflichtenden Lehrveranstaltungen auch 8 Einzelbetreuungsstunden, die zwei Masterthesenbegutachtungen und die Prüfungsgebühr inkludiert. Die Kosten für das Upgrading sind in zwei Raten zu bezahlen: Die erste Hälfte beim Start, die 2. Hälfte im nächsten Semester. Eine Weiterinskription nach der offiziellen Lehrgangsdauer kostet 100.-€ pro Semester (für ÖH-Gebühr, Studienservicecard, Administrationskosten).
Die StudentInnen können bereits während des Upgradings mit dem Schreiben der Master Thesis beginnen!
Nach positiver Beurteilung der Master Thesis und aller absolvierten Ausbildungsschritte treten die StudentInnen zur mündlichen und kommissionellen Abschlussprüfung an. Das bedeutet, dass die Studierenden, wenn sie das wollen und die Voraussetzungen erfüllt haben, nach der letzten Lehrveranstaltung zur Abschlussprüfung antreten können.
Nach erfolgreichem Abschluss wird von der Donau-Universität Krems ein Abschlusszeugnis ausgestellt und der akademische Grad Master of Science (Psychotherapie) verliehen. Bedingung für die Verleihung des akademischen Grades ist die Eintragung in die Psychotherapeutenliste.
Programmentwurf für 3 Einheiten (Wochenenden)
Inhalte:
- Kognitiv-affektiv-soziale Entwicklung: Phasen, Grundbedürfnisse, Bindung, Schutzfaktoren, Risiken (Papousek & Papousek, Bruner, Tomasello, Grawe, Dornes, Nelson, Stern, Bretherton, Ainsworth, Grossmann & Grossmann, Fonagy, Wygotski u.a. Neo-Wygotskianer, u.a.)
- Entwicklungspsychopathologie versus Salutogenese in der Kindheit: Konzepte der Gesundheit und Krankheit (ICD-10, DSM-IV, Antonowsky, Mitchell, Übersicht Franke 2010)
- Therapeutische Implikationen: Dyadische Beziehungsgestaltung, Kind als sozialer Akteur (Tomasello 2006) und Sozialisation Richtung Autonomie und Verantwortungsübernahme im Therapiezimmer.
Vermittlungsformen: Theorievermittlung- PP-Präsentation, Gruppendiskussionen, Übungen und Beleuchtung von entsprechenden mitgebrachten Fällen.
Leitfragen:
-Was bedeutet Entwicklung? Wie beobachten diagnostizieren? Wie kann Entwicklungsalter festgestellt werden, Ressourcen und Risikofaktoren? und verstehe ich normale und abweichende Entwicklung (Ogden)? Wie gehe ich sie therapeutisch an? Wo sind Möglichkeiten, wo Grenzen?
Inhalte:
Geschichte der Verfahren der KPT: Ursprünge der Kinderanalyse als Ableitung der Erwachsenenanalyse (A. Freud, M. Klein, Zulliger, Pfister, Dolto u.a.), Jungianische Richtungen (Jung), individualtherapeutische (Adler, Dreikurs), Humanistische Richtungen GT, Gestalt u. Psychodrama (Axline, Ginott, Moreno), Verhaltensorientierte und lerntheoretische Verfahren (Skinner), systemische Paradigma (Bertalanffy, Bateson et al.)
und Übersicht über aktuelle Richtungen: Analytische (Bürgin, Signer-Fischer), Neo-Analyse, relationale Richtungen (Mitchell, Orange) Verhaltenstherapie (Petermann & Petermann, Borg-Lauf u.a.), systemische Richtungen (Rotthaus, Schmidtchen), Hypnotherapeutischen (Mrochen, Tränkle, Gysin u.a.) Traumatherapeutusche (Reddemann, Hartmann), Psychodrama (Aichinger), Integrative Richtung (Metzmacher & Wetzorke, Metzmacher et al., Zaepfel& Metzmacher, Katz-Bernstein, Rahm)
Unterschiede zwischen Erwachsenen- und Kinderpsychotherapie
Therapeutisches Handeln: Beziehungsgestaltung (Katz-Bernstein), Handeln, Spielen, Symbolisieren (Tomasello, Oerter, Andresen, Katz-Bernstein), Resonanzphänomene, Ressourcenorientierung, Mittel und Zugänge.
Vermittlungsformen: Theorievermittlung- PP-Präsentation, Videodemonstrationen, Gruppendiskussionen, Übungen, Selbsterfahrung und Beleuchtung von entsprechenden mitgebrachten Fällen.
Leitfragen:
Welche Zugänge kindertherapeutische Zugänge gibt es? Vereinbarkeit von Methoden, Zugänge und Menschenbilder sowie Grenzen der Vereinbarkeit. Was heißt „integrativ“ arbeiten? Wie finde ich meinen eigenen Zugang und Arbeitsstil?
Inhalte:
Vernetzung: Konfrontation mit sozialer Realität (Arbeit mit dem Symptom), Transfer, Integration, Begleitung, Zusammenarbeit mit Angehörigen, pädagogischen, medizinischen, therapeutischen, behördlichen Fachpersonen (Netzarbeit).
Systemisch-ökologischer Zugang versus kindzentrierter Zugang: Zuständigkeiten, Chancen, Grenzen und Machbarkeiten.
Selbstbild, Berufsidentität: Wer bin ich als KindertherapeutIn? Wo sind die besonderen Chancen, wo Risiken und Grenzen?
Unterschiede zwischen alltägliche Beziehungsgestaltung und professionelle Beziehung, „Enthaltsamkeit oder Intersubjektivität“? – wie konkret? Umgang mit Krisen, Ohnmacht – das Konzept der Resilienz- „psychohygienisch+ auf sich angewandt.
Formen der Vermittlung: Vorlesungen, Selbsterfahrung, Selbstexploration, Fallbesprechungen
| 07. 09 bis 09. 09. 2007 | Diagnostik | Dr. Udi-Jutta Schneewind |
| 11.01. bis 13. 01. 2008 | Kindergestalttherapie und systemische Interventionen - Von der notwendigen Einbindung des Kindes | Dr. Volkmar Baulig und Inge Baulig |
| 30. 05. bis 01. 06. 2008 | Spielen | Prof. Dr. Nitza Katz- Bernstein |
| September 2008 | Wissenschaftliches Arbeiten | Mag. Dr. Helmut Michael Jedliczka |